Handlettering ganz einfach Gestalten

Handlettering ganz einfach Gestalten

Ich habe ja bereits schon mal einen Beitrag über das erstellen von Handletterings gemacht. Heute zeige ich euch aber wie ihr auch eine einfache Zeichnung in euer Bild intigrieren könnt.

Vor dem Skizzieren erstelle ich mir immer eine Art Thumbnail (Vorschaubild). Das mache ich auch gerne bei Zeichnungen oder Schnittmustern um sie mir besser vorstellen zu können. Ein Thumbnail ist eine grobe Skizze meist auch in einem kleineren Maßstab um zu prüfen wie ein Bild oder wie die Farben auf einen Wirken, bevor man es tatsächlich zeichnet.

Beim Handlettering kann man so beispielsweise prüfen welche Größe, Form oder Schrift ein Wort haben muss um in das Gesamtwerk zu passen oder es gegebenenfalls zu unterstreichen. Das klingt kompliezierter als es wirklich ist. Schnappt euch ein Papier (am besten Kariert) und einen Bleistift. Überlegt erst einmal was genau ihr schreiben wollt und auch was ihr dazu zeichnen möchtet. Ich habe mich für den Klassiker „Gut Gebügelt ist halb genäht.“ entschieden, dazu werde ich ein kleines Bügeleisen zeichnen.

Mir persönlich gefällt es Kastenförmige Wörter mit Schreibschrift Wörtern zu kombinieren. Darum stand für mich schnell fest, dass mein Satz mit einer Blockschrift beginnt. Die ersten beiden Worte habe ich zusammen in die erste Zeile geschrieben und den restlichen Text nach Links um so auf der anderen Seite genug Platz für mein Bügeleisen zu haben.

Ich nutze grundsätzlich immer eine Kopiertechnik um nicht unnötig teures Papier zu verschwenden. Hierfür zeichne ich mein Handlettering auf ein kariertes Blatt, darauf kann ich beliebig oft radieren, kritzeln oder es auch komplett verwerfen. Das kann vor allem bei Zeichnungen super praktisch sein. 😉

Hier seht ihr beispielsweise einen Zwischenschritt in dem ich einen Kasten für das Wort „halb“ gezeichnet habe. Sowas nutze ich wirklich gerne als Orientierung um einen groben überblick zu erhalten wie breit und hoch ein Wort sein soll.

Sobald ihr mit dem Ergebnis fertig seid, könnt ihr die Rückseite des Blattes großzügig mir einem Bleistift „einreiben“. Sobald ihr auf der Vorderseite etwas schreibt drückt sich die Farbe des Bleistiftes auf das Blatt dahinter. Ungefähr so funktioniert auch Kohlepapier. Damit mein Bild nicht verrutscht habe ich es am Rand mit Washi Tape festgeklebt. Washi Tape kann man im Gegensatz zu normalem Klebeband rückstandslos entfernen.

Als nächstes könnt ihr eure Umrisse nachziehen die ihr auf eurem Handlettering haben wollt. Ich benutze hier übrigens ein mix-media-Papier mit 200 g/m². Das ist etwas dicker als normales Kopierpapier und auch etwas saugfähiger. Jedoch können sehr feuchte Stifte darauf ausbluten. Am besten ihr macht vorher eine Probe auf der Rückseite oder einem extra Blatt.

So sehen übrigens die Kopierlinien aus. Diese kann man dann mit einem Fineliner, Marker oder Brush Pen nachziehen. Die feinen Linien vom Kopieren können dann ganz einfach wegradiert werden. ABER erst wenn die Farbe trocken ist!

Durch das setzten von Schatten oder Schmuckelementen könnt ihr dem Bild noch das gewisse etwas verleihen. Mein Bügeleisen und die Blockschrift habe ich mit Metallic Farbe ausgemahlt. So schimmert das Bild leicht wenn man daran vorbei geht.

Und somit seid ihr fertig und könnt euch an eurem neuen Handlettering erfreuen. *Yehy* 🙂

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