Mein Corporate Design: Teil 3

Mein Corporate Design: Teil 3

Angebote schreiben und die Kontaktaufnahme mit anderen Firmen.

Nun wird es spannend. Denn heute geht es darum wie ihr euch selbst vermarktet. Klar bin ich kein Profi und kann daher noch nicht von langjähriger Erfahrung sprechen. Aber ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern kann ich trotzdem.

Das Wort Professionalität solltet ihr euch immer Präsent vor Augen führen, zumindest wenn ihr tatsächlich mit Instagram oder eurem Blog Geld verdienen wollt. Ich präsentiere mich auf sozial media persönlich, kreativ und entspannt, dass bedeutet aber nicht, dass ich Firma XY mit einer Instagram Direktnachricht anschreibe, die ungefähr so klingt: „Ich mag euren Account. Lass mal was zusammen machen.“

Das ist absolut unprofessionell! Schreibt ein richtiges Angebot, per E-Mail. Dieses Angebot sollte sich am besten auf ein Projekt beziehen und am besten auch klar machen, warum ihr genau diese Firma auswählt. Erstellt euch am besten ein Media-Kit und eine Preisliste. DAS wirkt seriös und professionell.

Meine Angebote sind in der Regel so aufgebaut:

  • Wer bin ich?
  • Was mach ich?
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Warum schreibe ich diese Firma an? (z. B. Ich mag deren Produkte oder sozial Media content)
  • Was ist meine Kreatividee?
  • Kontaktdaten (Wann und wie ich erreichbar bin)
  • Mein Media-Kit
  • Schlusssatz
  • Anhang: Preisliste

Ich persönlich kann es nur empfehlen eine konkrete Preisliste mitzuschicken, da viele Firmen lediglich nur ein Produktsponsoring anbieten. Aber das wäre es nicht Wert! Alle Materialien MÜSSEN versteuert werden, sprich unterm Strich zahlt ihr drauf.

Falls ihr kein Unternehmen oder Gewerbe angemeldet habt: Ihr dürft keine Kooperationen eingehen! JEDE Einnahme (auch Produkte und Werbegeschenke) müssen dem Finanzamt gemeldet werden. Ansonsten könnt ihr richtige Probleme bekommen.

Mit einer Preisliste könnt ihr den Spielraum für die Firmen klein halten. Viele Firmen haben eigentlich das Geld um ihr Marketing fair zu bezahlen, wollen es aber nicht. Lasst euch da nichts einreden und euch auch nicht mit Gutscheinen oder mit leeren Versprechungen abspeisen. Steht zu eurem Preis und alles was euch zu „billig“ vorkommt, solltet ihr ablehnen, auch wenn es euch schwer fällt. Verkaufe dich nicht unter deinem Wert.

Meine Preisliste ist übrigens so aufgebaut, dass ich ein festes Stundenhonorar vorgebe und für jedes weitere Extra einen Zuschlag festgelegt habe. Zum Beispiel für Bildrechte, Storyanleitungen, Bloganleitungen oder Statistikauswertungen. Alles was für euch einen Aufwand darstellt sollte auch bezahlt werden!

Auch solltet ihr ein Media-Kit erstellen. Der erste Teil ist eure Vorstellung in der E-Mail-Anfrage, also „Wer bin ich“, „Was mache ich“ und „Wer ist meine Zielgruppe“ der zweite Teil besteht aus euren Kennzahlen und Statistiken. Also Follower, Profilaufrufe, Blogaufrufe, etc. eben alles was eure Reichweite wiederspiegelt. Nutzt aktuelle Daten und schreibt auch immer den Tag dazu (z. B. Stand 27.01.2020). Aktualisiert die Daten auch regelmäßig. Für kleine Accounts sollte es reichen alles Simple in die E-Mail zuschreiben. Bei größerer Reichweite würde ich aber ein Template erstellen, ungefähr wie eine Visitenkarte.

Meine Briefvorlagen habe ich übrigens an meine Markenfarben angepasst. Ich habe einen eigenen Briefkopf, und -fuß designed. Hier könnt ihr so kreativ wie möglich sein, schließlich ist das, das erste was ein potenzieller Kunde von euch sieht.

So sehen meine beispielsweise meine Rechnungen aus. Personenbezogene Daten Dritter habe ich zum Schutz zensiert.

Falls ihr nicht so fit mit Word seid, hab ich euch eine genormte Briefvorlage erstellt. Die könnt ihr übrigens auch für private Schreiben nutzen.

Seid bitte nicht traurig wenn ihr zu Anfang viele Absagen oder gar keine Rückmeldungen bekommt. Wer mit dem Gedanken spielt eine Karriere im sozial-media-Bereich zu starten brauch vor allem eines: Ausdauer. Das Internet-Business ist kein Sprint sondern ein Dauerlauf. Erst ab einer gewissen Reichweite werden auch größere Firmen mit euch Kooperieren wollen. Natürlich gibt es auch hier immer Ausnahmen. Beispielsweise wenn eure Projektidee sensationell ist oder ihr die richtigen Kontakte knüpft. Auch kann es helfen wenn ihr der Firma vorher auf beispielsweise Instagram folgt und oft bei ihnen Liked, Kommentiert oder Schreibt.

Und wer weiß, vielleicht bleibt ihr dem Mitarbeiter im Kopf und werdet dadurch später doch noch Angefragt. 😉

Kommentare: 1

  1. Jana Fill. sagt:

    Sehr schön erklärt. Hatte auch mal ein Blog und fast ne Kooperation mit einem Unternehmen. Habe ich aber abgelehnt da mir das alles zu stressig gewesen wäre 😅

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